Dreit, Flegel, Froelicher

Steppengesänge. Die Rückkehr des Häuptlings

Ein Dorf in Deutschland. Durch die leeren Straßen weht ein trockener Wind. Häuser stehen verlassen und einsam in der Landschaft, riesige Schaufelradbagger stechen am Horizont in die Dunkelheit. Der Ort, in dem einst über tausend Menschen lebten, liegt nun verwaist am Rande der Tagebauwüste, denn die Bagger kommen stetig näher. Wolfsrudel streifen durch die Dörfer und Wälder rund um die Braunkohlegebiete. Winnetou kommt aus der Ferne den Baggern entgegen geritten.

Steppengesänge. Die Rückkehr des Häuptlings entwirft ein postapokalyptisches Szenario eines von sich ausbreitenden Braunkohleflächen zerstörten Deutschlands. Als Held und Retter wird die Figur Winnetou aus den Trümmern heraufbeschworen. Karl May und seine Geschichte des edlen Indianers, der sich zu einer Symbolfigur deutscher Identität entwickelte, wird als ambivalenter Mythos voll Ironie und Pathos konstruiert.
Die Produktion ist entstanden im Rahmen des Deutschlandschredders 2012 des Theaterhauses Hildesheim, bei dem vier studentische Gruppen sich mit einem Konzept beworben, und anschliessend innerhalb einer Probewoche zum Thema Deutschland gearbeitet haben. Steppengesänge. Die Rückkehr des Häuptlings wurde mit dem Jurypreis des Deutschlandschredders ausgezeichnet.

Das Kollektiv setzt sich zusammen aus Studierenden der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis bzw. der Szenischen Künste an der Uni Hildesheim, die in dieser Konstellation das erste Mal zusammen gearbeitet haben.
Von und mit: Kristina Dreit, Marten Flegel, Anna Froelicher
Technik: Charlotte Grief

>>15.5. 16:30. Theaterhaus Foyer.
Auf Deutsch. Ca. 50min

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