Warum erhält transeuropa keine Fördermittel der EU?

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Auf der ersten Pressekonferenz fiel die berechtigte Frage: Warum erhält transeuropa keine Fördermittel der EU?

Hierzu muss gesagt werden, dass es sehr viele unterschiedliche Fördermöglichkeiten gibt. Bei einigen kann eine hohe Summe beantragt werden, dem entsprechend sind dann aber auch die Forderungen: z.B. sieben neue Werke aus sieben verschiedenen Ländern. Eine Vorgabe, der das von Studierenden organisierte Festival nicht gewachsen ist. Und da haben wir auch schon zwei weitere Punkte: transeuropa wird studentisch organisiert, einige der Förderanträge scheitern genau an diesem Punkt. Etwas, was scheinbar nicht professionell organisiert wird, ist nicht förderungswürdig. Zweitens: Es ist ein Festival. Zudem noch ein Theater – und Performancefestival.  Wo sind also hier die förderungswürdigen Aspekte? Wo ist der europäische Austausch, wo die Nachhaltigkeit,  oder auch kurz, wo sind die Punkte, die transeuropa mit den Förderrichtlinien zusammenbringen? Ehe das neu gebildete Team diese Punkte konkretisieren konnte, waren die Fristen schon verstrichen oder scheiterten an den schon oben angeführten Punkten. Das Format Festival  ist mittlerweile ebenso auf dem Prüfstand geraten. Einige Förderprogramme haben dafür keine Verwendung und vielleicht ist ein Festival in einer Stadt irgendwo in Niedersachsen nicht mit genügend Strahlkraft  versehen, die ausreicht, um durch EU- Mittel gefördert zu werden.

Kommen wir zu einem anderen strukturellen Problem:

transeuropa findet seit seiner Gründung alle drei Jahre statt.  Zu jeder Ausgabe wird ein Team neu gegründet, welches zwar auf den Erfahrungen der Vorgänger_innen aufbauen kann, jedoch auch eine eigene Marke prägen will, zu der auch gehört, andere europäische Länder einzuladen. Somit fallen wichtige Kontakte unter den Tisch, das vormals mühevoll aufgebaute Netzwerk zu Organisator_innen im In-und Ausland ist nicht auf die neuen Festivalmacher_innen und ihr Konzept übertragbar. So bleiben Möglichkeiten unentdeckt  und ungenutzt, um Kooperationen aufzubauen, die  dann doch noch vielleicht dazu führen können, in ein EU-Förderprogramm zu rutschen.

So ist es von Organisatoren_innenseite sicherlich notwendig, vorhandene Netzwerke nachhaltiger zu pflegen und dauerhafte Kooperationen einzugehen, was auch bedeutet, nicht im Drei-Jahres-Rhythmus zu bleiben. Aber vor allem ist es auch in den Händen der EU, ihre vielfältigen Programme einfacher zu gestalten und einige Stolpersteine zu überdenken.

Stefanie Hartung

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