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EUROPÄISCHES FESTIVAL FÜR PERFORMATIVE KÜNSTE


27.05. - 01.06.2015, Hildesheim


(WIE) WOLLEN WIR IN ZUKUNFT ARBEITEN?

Ein Kongress mit Anleitungen zur ungehorsamen Imagination.

Wir - wer kann das sein? Wollen wir überhaupt arbeiten? Und wenn nicht, was dann? Wer ist die Arbeiter_innenschaft der immateriellen Arbeit? Mit wem nehmen wir den Arbeitskampf auf? Wessen Arbeit bleibt unsichtbar? Welche Zeiten kommen nach der Aufhebung von Arbeits- und Freizeit? Wie wollen wir uns organisieren? Wann war die Vergangenheit schon mal zukünftiger als die Gegenwart? Und wie steht es eigentlich mit dem Versprechen, die Technologien würden Arbeit irgendwann überflüssig machen?


Zwei Tage und eine Nacht lang bist du auf der Suche nach Antworten, formulierst neue Fragen und tauschst dich mit allen Festivalteilnehmenden von transeuropa2015 aus. Unsere Annahme ist, dass die Frage “(Wie) wollen wir in Zukunft arbeiten?” alle Besucher_innen, Gäste und Mitarbeiter_innen des Festivals betrifft. Die Aula im zweiten Stock des Festivalzentrums wird zum Epizentrum der geteilten Gedanken, von hier aus startet ein Gespräch, das so schnell nicht enden wollen wird. In Vorträgen und Screenings, bei Diskussionen und auf Spaziergängen wirst du Künstler_innen, Theoretiker_innen und Aktivist_innen treffen, um Diagnosen auszutauschen und gemeinsam Spekulationen anzustellen.


transeuropa stellt die Frage nach der Zukunft dessen, was wir Arbeit nennen: Dabei lässt sich erst einmal fragen: #WIR - wer soll das überhaupt sein? Welche Formen der #(SELBST-)ORGANISATION und #KOLLEKTIVITÄT lassen sich gegenwärtig finden, wie sind sie formiert und wogegen richtet sich ihr #ARBEITSKAMPF? Was ist dein Streik? - Am ersten Kongresstag widmen wir uns mit Friederike Habermann, Artist's Pledge, cobratheater.cobra, Kontekst Collective, Fictional Collective und Zero Wage Initiative diesen Themen, bevor wir – angeleitet von der Future Archive-Methode – in die nähere Umgebung ausschwärmen, uns heimlich treffen und dabei gemeinsam die Gegenwart kurzerhand als Vergangenheit Revue passieren lassen werden.


Nachdem wir den Film "Cultural Worker 3 in 1" von Marta Popivoda gesichtet haben, und wieder untergetaucht sind in der Festivalmenge, wird plötzlich unser Handy vibrieren - die NACHTSCHICHT beginnt:

Ermöglicht von im Hintergrund agierenden #TECHNOLOGIEN begibst du dich begleitet vom #UNSICHTBAREN Service des “Moon Facilitators” in ein interaktives open-map-game und damit an verschiedene Orte der nächtlichen Stadt. Auf dich #SELBST gestellt, führen dich die SMS-Quest-Codes auf Wege und Abwege – vorbei an den Erholung versprechenden Satellite Bases, wie dem legendären Brückenstübchen, der Suppenküche oder der Karaoke-Bar im Festivalzentrum, hin zu den “Moon Bases”, an denen Jakob Hüffell, Josefine Soppa für Wölfe&Kabel, gez. Euer Ernst, contemporary intimacy movement, Felix Röben und Hobby Horse Ltd. in Erscheinung treten werden. Doch die Schicht ist erst beendet, wenn dich Tetron im Hof des Festivalzentrums mit einem Set zum Beginn des Sonnenaufgangs um 4:15 Uhr empfängt.


Der zweite Kongresstag nimmt dich und deine Müdigkeit behutsam in die Arme: In ihrem Workshop fragt Konstanze Schmitt nach der gesellschaftlichen Dimension von #CARE-Tätigkeiten - danach, wie Kunst #UNSICHTBARE Arbeit thematisieren und sichtbar machen kann. In Karolina Dreits Workshop befragst du deinen eigenen Alltag und diskutierst die Schaffung neuer Arbeitswirklichkeiten. Bei der MASKA Research Group spielst du mit neuen Begriffen von #ZEIT-Erfahrung (zenaccelerationism, pregnant boredom, batteriality, ...) und erweiterst ihr “spekulatives Glossar”. Ein weiterer Rückblick auf den geografischen Kontext unserer Frage im Film "Remembering Europe" von Manuela Zechner und ein letzter Input der Blind Date Collaboration, die ihre neue Expertise über alles, was #NICHT-ARBEIT bedeuten könnte, teilen werden, beenden unsere gemeinsame #ZEIT. Vorerst.


Wir laden ein zu Gesprächen, Workshops, Vorträgen und Screenings von und mit:

Blind Date Collaboration (Künstler_innen-Kollektiv), cobratheater.cobra (Künstler_innen-Netzwerk), der future archive method, dem Publikum, Fictional Collective (Design-Kollektiv), Friederike Habermann (Wirtschaftswissenschaftlerin & Aktivistin), Julek Kreutzer (Choreographin, Initiatorin von Artist's Pledge), Karolina Dreit (Geisteswissenschaftlerin & Aktivistin), Konstanze Schmitt (Künstlerin), Kontekst Collective Kontektst Collective, MASKA Research Group (Künstler_innen-Kollektiv), Remembering Europe (Film Preview von Manuela Zechner) u.a.


Der Timetable zum Kongress-Programm.



Verbunden werden die beiden KONGRESS-Tage von Freitag auf Samstag durch die NACHTSCHICHT.


#WIR #KOLLEKTIVITÄT #(SELBST-)ORGANISATION #ARBEITSKAMPF
#ZEIT #NICHT-ARBEIT #CARE #TECHNOLOGIEN #SELBST #UNSICHTBAR


Eine Produktion von transeuropa.


Konzeption und Umsetzung wären nicht möglich ohne die Mitarbeit von:

Yasemin Akkoyun, Ricardo Gehn, Aylin Michel, Maria Mielke, Veronika Knaus, Hannes Siebert, Eduard Schreiber, Laurin Thiesmeyer und Cäcilia Wosnitzka.


Kongress (In deutscher und englischer Sprache):

Fr. 29.05. 10:00-18:00 / Festivalzentrum / Eintritt frei

Sa. 30.05. 11:00-18:00 / Festivalzentrum / Eintritt frei

(WIE) WOLLEN WIR IN ZUKUNFT ARBEITEN?